
Meine Buch-Blog-Woche zum Welttag des Buches ist vorbei und ich darf dir heute wieder einen wunderbaren Ausflugstipp zeigen. Passend zum Wochenende habe ich heute eine echte Herzensempfehlung für dich. Ab Sonntag soll es für diese besondere Ausstellung im Kölner Museum Ludwig auch wieder Karten geben…
“Die Welt in Punkten“ steht zentral für das Werk der japanischen Künstlerin Yayoi Kusama (geb. 1929), die ihre Umgebung, Skulpturen und Menschen mit „Polka Dots“ also Punkten überzieht. Diese Muster entspringen Kindheitshalluzinationen und symbolisieren Unendlichkeit, Selbstauslöschung und die Verschmelzung mit dem Kosmos. Ihre Werke sind oft als immersive, bunte Installationen oder begehbare Spiegelräume gestaltet. So war ich völlig fasziniert und diese Woche mit einer Freundin in der Ausstellung. Ob sie sich lohnt?

Die Retrospektive mit wirklich sehr sehr vielen Werken der Japanerin beginnt chronologisch mit ihrer Kindheit und Frühwerken. Die 1929 in Matsumoto geborene Künstlerin wurde mit ihren ikonischen Polka Dots, leuchtenden Kürbissen und begehbaren Spiegelräumen weltberühmt. Ihre Kunst kreist um Unendlichkeit, Wiederholung und die Verbindung von Mensch, Natur und Kosmos – und lädt dazu ein, selbst Teil dieses Universums zu werden.

Mit ihren gepunkteten Kürbissen, Netzen und Tentakeln ist die 96 Jahre alte Yayoi Kusama ein Social-Media-Star. Bilder mit ihr und ihren Kunstwerken werden millionenfach geklickt, sodass sie heute oft sogar als die bekannteste Gegenwartskünstlerin überhaupt beschrieben wird. Das Museum Ludwig in Köln zeigt jetzt zu seinem 50-jährigen Bestehen eine umfassende Retrospektive der Japanerin. 300 Werke aus 70 Jahren sind zu sehen.


Schon in den 1960er Jahren prägte Kusama die New Yorker Kunstszene; später entwickelte sie in Japan ihre unverwechselbare Bildsprache weiter. Ihre Werke erzählen von großen Gefühlen und existenziellen Themen – und sind zugleich voller Farbe, Energie und Staunen. Besonders eindrucksvoll sind die immersiven Infinity Rooms, in denen sich Raum und Wahrnehmung scheinbar grenzenlos ausdehnen. Ein sinnliches Erlebnis, das noch lange nachwirkt.


Schon ihre ersten Kinderbilder sind mit Punkten übersät. Der Grund: Sie wurde von Halluzinationen heimgesucht, fühlte sich von Punkten und Blüten überwuchert, in Netzen gefangen. “Das hat ihr natürlich Angst gemacht”, sagt Kurator Stephan Diederich. “Und das hat sie schon als Kind in Kunst umgesetzt.” Getröstet fühlte sie sich dagegen von Kürbissen, die sie auch zu sich sprechen hörte. “Die lustige Form des Kürbisses, seine Wärme und menschliche Ähnlichkeit haben mich sehr inspiriert”, sagte sie dazu in einem Interview. Heute sind gerade die von ihr geschaffenen Riesenkürbisse mit dem unvermeidlichen Punkte-Muster ein Hit auf Instagram und im Museum Ludwig.
Die Psychiatrie als Rückzugsort
Als junge Frau ging Kusama nach New York, erlebte dort Flower-Power und Pop Art. Die Punkte folgten ihr, sie zeigte sie jetzt auf ihrem nackten Körper – Body Painting. Das Spektakulärste ist ein riesiger Raum, der ganz von gepunkteten Krakenarmen durchzogen wird. Als Besucher läuft man dazwischen umher und geht ganz in dem psychedelischen Punkte-Kosmos auf. Das gilt vor allem, wenn man auch noch einen in der Mitte platzierten “Infinity Room”, einen Spiegelraum, betritt, in dem sich der Tentakelwald fortsetzt. Allerdings sind die Aufenthalte immer nur ganz kurz gewährt…
Die Ausstellung ist schon deshalb ein Erfolg werden, weil man sich kaum eine bessere Selfie-Location denken kann. Überlege dir also am besten schon vorher, was du fotografieren magst. Die Zeit in den Räumen ist sehr kurz.


In meinem Video zur Ausstellung siehst du noch einmal mehr zu den begehbaren Installationen und Räumen.



So sieht die Künstlerin heute aus…

.. und so sieht sie ihre Welt.



Für Kinder bis 18 Jahren ist der Eintritt übrigens kostenlos. Sie brauchen nur eine Einlassticket und erhalten ein tolles Mitmachheft durchs Museum!

Eigene Bastelstationen laden selbst zum kreativ werden ein!



Das Highlight der Ausstellung!

Besucht auch unbedingt den Museumsshop.

Und auch die Dauerausstellung im Museum Ludwig lohnt sich sehr. An den Wochenende ist die Ausstellung teils bis 22h geöffnet, so dass ihr erst in die Dauerausstellung und dann in die Sonderausstellung zu Kusama gehen könnt, die jetzt schon die erfolgreichste Ausstellung für das Museum Ludwig aller Zeiten sein wird!
Gepunktete Grüße und Happy FREUday
Deine Jules
Schreibe einen Kommentar