
(enthält Werbung) Was ein Glück, dass ich “Die dunkle Seite der Schokolade” von Dina Casparis noch schnell in den Urlaubskoffer gesteckt hatte. Diese Familiensaga ist ein spannender Kriminalroman mit kritischem Blick hinter die Kulissen der Schokoladenindustrie. Ende März ist es im Kölner Emons Verlag erschienen und ein Leseexemplar erreichte mich während des Kofferpackens. So habe ich zuerst die Anmerkungen der Autorin und Danksagung gelesen und musste dann auch sofort im Urlaub am Meer (statt in den Schweizer Bergen) mit der Geschichte beginnen… Und die geht so:

“Serafine Montalin nimmt einen Job als interne Ermittlerin im Schokoladenkonzern CacaoBest an – mit einem heimlichen Ziel: Sie will den Jahre zurückliegenden angeblichen Unfalltod ihres Vaters aufklären. Doch weitere verdächtige Machenschaften und der erbitterte Übernahmekampf um die Schokoladenfabrik Grison werden Serafine zum Verhängnis. Sie gerät zwischen die Fronten – und stößt auf ein düsteres Kapitel in der Vergangenheit eines Schweizer Schokoladenherstellers, das sie selbst in den Abgrund reißen könnte …” (Quelle)
Herausgekommen ist ein fesselnder Krimi mit gesellschaftskritischer Geschichte über eben die dunklen Seiten der Schokoladenproduktion, bei denen die Themen Kolonialzeit, Ausbeutung, Kinderarbeit, Abholzung und Korruption in den kakao-produzierenden Ländern nicht ausgespart werden.


Die Autorin Dina Casparis ist selbst eng mit der Geschichte der Schokoladenfabrik ihres Urgroßvaters in der Schweiz verbunden, hat Bündner Wurzeln, lebt in Zürich und schreibt am liebsten in Davos. So entstand der Roman-Stoff um Schokolade und Kolonialismus und Dina Casparis rückt diesen Aspekt ihrer eigenen Familiengeschichte nun ins Zentrum ihres Schreibens.
“Mein Urgroßvater war selbst Chemiker und Mitbegründer der Bündner Schokoladenfabrik Müller & Bernhard. Sein neues wandte er als technischer Leiter bei der Schokoladenfabrik David Sprüngli & Sohn in Zürich und in der Schokoladenfabrik Brödrene Cloetta in Malmö, dem ersten industriellen Schokoladenproduzenten in Schweden, an, bevor er seine eigene Fabrik gründete. Mein Urgroßvater als imposanter und innovativer Pioniergeist inspirierte mich bereits zu einer Figur in meinem letzten Roman, nachdem ich mich monatelang mit ihm beschäftigt und in dem von ihm erbauten Haus gelebt hatte. Deshalb kommt auch eine Schokoladenvilla darin vor… Zwar habe ich mich an seiner Geschichte bedient, ihm aber nur die Rolle der historischen Nebenfigur gegeben. Beim Beschreiben von Serafines Vater, dem Chemiker und Kakaopulvererfinder Emil Montalin, hatte ich meinen Urgroßvater vor Augen, und ich denke, mit dieser Figur konnte ich ihm gerecht werden… Die Chocolat Grison, die im Buch eine wesentliche Rolle spielt, sowie ihre Vorgängerfirma Müller & Bernhard sind eng mit der frühen Schweizer Schokoladentradition verbunden.”, so die Autorin in einem Interview.

Genau diese Verwebung der eigenen Familiengeschichte, der echten Schokoladenfirmen und einem Kriminalfall hat mich die 384 Seiten des neuen Romans an einem Tag am Meer so “weglesen” lassen. Ich kann es Krimi-Liebhabern und Fans von Familiensagas sehr empfehlen! Die Autorin ist aktuell noch in der Schweiz auf Lesereise.
Noch mehr Bücher LIVE auf der Bühne
Wie bei allen Buchempfehlungen in dieser Buch-Blog-Woche habe ich auch heute wieder einen Live-Tipp für dich! Gestern habe ich dir bereits das tolle LIT.Festival des localbookshops in Düsseldorf im Sommer ans Herz gelegt, davor die Wuppertaler Literaturbienale im Mai.
Heute empfehle ich dir: Literatur am Dom
Im Juni kannst du spannende Autor*innen im Bergischen Land rund um den Altenberger Dom in spannenden Live-Events besuchen. Schau doch mal hier, ob eine interessante Veranstaltung für dich dabei ist.

Reminder: Bis zum Welttag des Buches morgen kannst du noch hier in meinen Lostopf hüpfen!
Ich bin ganz gespannt, wie dir meine Buch-Blog-Woche gefällt und freue mich umso mehr nun morgen an “meinem Feiertag” wie angekündigt ein neues Kinderbuch vorzustellen!
Was liest du gerade? Erzähl mal!
Schokoladige Grüße
Deine Jules
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