
(Werbung //PR-Exemplar) Bevor der Monat vorbei ist, möchte ich dir unbedingt von Pina Luxen erzählen. Pina Luxen ist die Protagonistin in Vera Zischkes neuem Roman “Pina fällt aus”, der gerade im Ullstein Verlag erschienen ist. Und Pina Luxen kommt wie ich aus Wuppertal. Dort war ich dann auch zur Premierenlesung mit der Autorin Vera Zischke im Cafe Schimmerlos, um diese wunderbare Neuerscheinung zu feiern. Warum auch du dieses Buch unbedingt lesen solltest? Komm, ich erzähle es dir!
Pinas Geschichte und das passende Buchpaket

Zur Adventszeit gab es schon einen süßen Vorgeschmack auf das Buch mit einem Schokoladen-Zitat-Adventskalender zum neuen Buch. Nun kurz vor dem offiziellen Erscheinungstermin durfte ich mich dann über dieses wunderbare Rezensionsexemplar des Verlags inkl. Nachricht von Vera Zischke, Mini-Lavalampe und Frosties freuen. Denn diese Dinge spielen in Pinas Leben und dem ihres autistischen Sohnes Leo eine große Rolle. Denn darum geht`s:
“Als Pina Luxen mitten auf der Straßenkreuzung zusammenbricht, hat sie nur einen Gedanken: Wer kümmert sich jetzt um Leo? Ihr Sohn ist zwanzig Jahre alt und lebt in seiner eigenen Welt, die außer ihm nur Pina kennt. Morgens verlässt er das Bett erst, wenn eine grüne Blase in seiner Lavalampe aufsteigt. Wenn er Treppen geht, dann in seinem eigenen Rhythmus: immer zwei Schritte vor und einen Schritt zurück. Die übrigen Hausbewohner in der Wuppertaler Hansastraße 22 verstehen den merkwürdigen Jungen nicht. Die sechzehnjährige Schulabbrecherin Zola, der resignierte Einsiedler Wojtek und die lebensmüde Seniorin Inge haben mit sich selbst schon genug zu tun. Doch jetzt liegt Pina auf der Intensivstation im Koma und Leo ist zum ersten Mal allein in der Wohnung. Die Nachbarn sind in Schockstarre. Sie können doch wohl nicht zuständig sein!? Aber Leo braucht sie. Und während diese ungewöhnliche Truppe durch einen völlig neuen Alltag stolpert, realisiert jeder Einzelne von ihnen: Sie brauchen Leo auch.” (Quelle)
Die wunderbare Premierenlesung wurde sehr einfühlsam von Sandra Da Vina moderiert, die der Autorin so einige Geheimnisse rund um ihre Figuren und zur Entstehung des Buches entlocken konnte.


Ich war bereits von Vera Zischkes Debütroman “Ava liebt noch” sehr begeistert und vor einem Jahr hier bei ihrer Lesung im Rahmen von “LEV liest”. Die neue Geschichte von Pina hat nun eine viel größere Zielgruppe. Es geht nicht nur um pflegende Alleinerziehende, auch um das Aufmerksam machen von “Anderssein”. Leos Wahrnehmungsstörung wird im Buch nirgends explizit benannt, aber beim Lesen war mir direkt klar, dass er ein Autist ist und in seiner eigenen Welt lebt, die seine Mutter Pina auch nach 20 Jahren noch für ihn ordnet… Es geht in der Geschichte vor allem auch um Gemeinschaft, wie sie hier aus der Not heraus in dem Wohnhaus der Hansastaraße 22 entsteht. Vera Zischke erzählt voller Witz, mit wunderschönen Sprachbildern und ganz viel Wärme von einer Hausgemeinschaft, die zusammenhält.
Ein Grund mehr nach diesem Buch mal wieder bei den Nachbarn zu klingeln… Ich bin tatsächlich in zwei Nachmittagen durch das Buch geflogen und habe danach erstmal bei meiner 87-jährigen Inge nebenan geklingelt und sie einfach nur gefragt, ob es ihr gut geht oder sie etwas braucht.
Geschenk für Mama zur Premierenlesung

“Pina fällt aus” ist aber auch ein Mutter-Kind-Roman und so habe ich zur Premierenlesung meine Mama mitgenommen, wir saßen zufällig in der ersten Reihe neben Veras Mama und ich habe ihr mein Pina Exemplar signieren lassen und geschenkt. Es passte einfach ganz wunderbar.
Während der Lesung hat Vera Zischke von ihrer eigenen Erfahrung als pflegende Mutter, ihrer ersten Journalistenstelle in Wuppertal erzählt, sie wohnte damals bei meinen Eltern in Wuppertal um die Ecke, sie war in der Lokalredaktion, als die großartige Künstlerin Pina Bausch starb und von ihrer Kunst, ihrer Stärke, ihrem Schicksal und der Trauer der Wuppertaler sehr bewegt. Deshalb ist der Vorname ihrer Romanheldin auch eine Hommage an Pina Bausch, die eigentlich später “Pia” im Buch heißen sollte. Im Verlauf des Buches sind Vera und ihre ebenfalls anwesende Lektorin dann aber doch bei Pina geblieben.
Das Besondere an Pina?
Nicht nur diese persönliche Anekdote von Vera Zischke und unsere kleinen Gemeinsamkeiten macht sie meiner Meinung nach zu so einer besonderen Autorin… Ihr gelingt es in ihrem neuesten Roman, die fünf sehr unterschiedlichen Hausbewohner authentisch und sympathisch darzustellen. Mit ihren Stärken, Schwächen und Eigenheiten, mit denen man sich sofort verbunden fühlt. Neben pflegender Mutterschaft werden, wie schon angedeutet, viele weitere gesellschaftliche Themen angesprochen: (fehlende) Inklusion, Verantwortung, Zugehörigkeit, Freundschaft, Einsamkeit. Dabei gelingt es ihr, tiefe Einblicke in das unterschiedliche Innenleben der “schrägen Vögel für Leo” aus der Hausgemeinschaft zu beschreiben.

Nach dem Schwimmabzeichen in “Ava liebt noch” hatte Vera nun zum Signieren kleine Bustickets mitgebracht. Was eine besondere persönliche Widmung, die doch noch besser verstehst, wenn du das Buch gelesen hast… Darüber hinaus gab es köstliche kleine Nugat-Pralinen mit dem wunderschönen Cover des Romans, das aus der Zeichnung einer italienischen Künstlerin stammt. Das Bild zeigt ihre Tochter Eva, die sich selbst um autistische Kinder kümmert und mit ihnen arbeitet.

Nach diesem berührenden Roman wünscht man sich, dass die Welt ein bißchen aufmerksamer gegenüber Pflegebedürftigen und “schrägen Vögeln” wäre – und natürlich so eine Hausgemeinschaft mit dem Regenbogenband der Hansastraße 22. Ich habe alle Figuren sehr gemocht. mein heimlicher Held war allerdings der Intensivpfleger Sam. Warum? Das musst du nun selbst heraus finden. Am besten hörst du dazu bei der Lektüre dieses wunderbaren und wichtigen Romans Veras Playlist bei Spotify!

Bitte lest alle dieses Buch und verschenkt es ganz oft weiter. Und vielleicht liest Vera auch bei dir in der Nähe? Hier findest du all ihre Lesungstermine. Ich freue mich schon jetzt auf eine zweite Lesung mit ihr im April und natürlich auf ihren nächsten, dritten Roman mit der nächsten starken Frauenfigur namens Di*** . Das darfst du dann selbst Vera bei ihrer Lesung fragen 😉
Beste Wuppertaler Märzgrüße von Pina und mir
Deine Jules
In eigener Sache: Schau gern mal wieder in deinem lokalen Buchhandel vorbei! Solltest Du über die obigen Amazon Affiliate Links bestellen, freue ich mich sehr. Deine Bestellung dort kostet dich keinen Cent mehr (Buchpreisbindung!), du unterstützt jedoch meine Arbeit mit ein paar Cents. Danke an den Ullstein List Verlag für das Rezensionsexemplar! Die Karten für die Lesungen habe ich alle selbst bezahlt.
Schreibe einen Kommentar