
(enthält Werbung / Rezensionsexemplar)
“Ach liebe Romy, wie immer freue ich mich auf dein nächstes Buch. Seit ich damals 2019 mit deinem ersten Elbmarsch Krimi begonnen und danach all deine folgenden Krimis und Romane verschlungen habe, ist die Vorfreude von Buch zu Buch größer! Bitte höre nie auf zu schreiben…” Wenn ich das einer Autorin schreibe, dann schreibt sie für mich sehr besonders. Tatsächlich habe ich das an Romy Fölck nach ihrem neuesten Buch “Die Regenschwimmerin”, gerade im Rowohlt Verlag erschienen, geschrieben. Warum und was Romy geantwortet hat? Liest du hier:
Es gibt Bücher, die liest man. Und es gibt Bücher, die man regelrecht durchlebt.
„Die Regenschwimmerin” von Romy Fölck, erschienen im Rowohlt Verlag, gehört für mich eindeutig zur zweiten Kategorie. Als große Skandinavien-Liebhaberin, passionierte Schwimmerin und begeisterte Leserin von Romy Fölcks bisherigen Werken war ich besonders gespannt auf diesen Roman – und wurde nicht enttäuscht. Und wenn dann das Buch noch so passend zum Versandkarton mit persönlichem Anschreiben der Autorin in meinen Briefkasten flattert… Na da war es schon um mich geschehen…
Die wunderschöne Umschlaggestaltung ist von Lena Rivo. Ihr Kunststil zeichnet sich durch eine harmonische Verbindung von Impressionismus und Realismus aus. Die zeitgenössische Künstlerin, die wechselnd in Portugal und Spanien lebt und arbeitet, ist besonders für ihre lichtdurchfluteten, farbintensiven und nostalgisch-beruhigenden Werke bekannt.

Worum geht es?
Im Mittelpunkt der Geschichte stehen drei unterschiedliche Frauen, die auch multiperspektivisch erzählen.
“Judith fährt spontan von Hamburg nach Schweden, zurück zum Sehnsuchtsort ihrer Kindheit, auf eine Insel bei Stockholm. Ihr Mann hat sie nach fast zwanzig Jahren Ehe verlassen. Sie hofft, in dem kleinen roten Gästehaus zur Ruhe zu kommen und ihr Leben neu zu ordnen. Doch die vertraute Umgebung weckt nicht nur Nostalgie, sondern auch schmerzhafte Erinnerungen an ihre einst beste Freundin, deren Freundschaft in einer verhängnisvollen Nacht des Krebsfestes jäh zerbrach.
Doch auch Evi ist auf die Insel zurückgekehrt. Die mittlerweile bekannte Künstlerin kämpft mit einer Taubheit in ihren Händen, ein Umstand, der ihre Existenz bedroht. Als Judith und Evi sich wiedersehen, brechen alte Wunden auf.
Immer dann, wenn der Regen auf das Wasser prasselt, zieht Marga ihre Bahnen. Die alte Dame schwimmt bei Wind und Wetter, angetrieben von einem schweren Schicksalsschlag, der sie lehrte, dass Aufgeben keine Option ist. Sie erzählt Judith und Evi von ihrem Traum: Sie möchte noch einmal in ihrem Leben die Nordlichter in ihrer vollen Pracht sehen. Margas unerschütterliche Kraft zeigt den Frauen, dass es sich lohnt, für die eigenen Träume und um ihre Freundschaft zu kämpfen – egal, wie stürmisch die Zeiten sind.” (Quelle)
Romy Fölck verbindet dabei persönliche Schwedenreisen, Verlustgeschichten, Familiengeheimnisse und die Suche nach einem Neuanfang zu einer berührenden Erzählung über Hoffnung, Selbstfindung und die Kraft der Natur. Auch einer ihrer echten schwedischen Freunde hat es in den Roman geschafft und wurde direkt zu einer meiner liebsten Figuren: Ruud.

Was das Buch besonders macht
Schon nach wenigen Seiten hatte ich das Gefühl, den salzigen Wind auf der Haut zu spüren. Die Autorin schafft es meisterhaft, Landschaften und Stimmungen so lebendig zu beschreiben, dass man unmittelbar in die Geschichte eintaucht. Das Buch aber auch jedes Kapitel beinhaltet ein schwedisches Sprichwort, das sinnbildlich für den Inhalt steht. Total schön!
Mein Lieblingszitat:
“Im Leben gibt es nicht nur die Gute und die schlechte Seite. Beides verschwimmt miteinander.”
Besonders beeindruckt hat mich:
- die intensive Atmosphäre der schwedischen Landschaften
- die fein gezeichneten sehr unterschiedlichen Figuren mit ihren Ecken und Kanten
- die Mischung aus Melancholie, Wärme und Hoffnung
- die ruhige, aber dennoch fesselnde Erzählweise
„Die Regenschwimmerin” ist kein lauter Roman. Er lebt von Zwischentönen, Emotionen und den kleinen Momenten, die lange nachwirken. Man merkt, dass die Autorin das Buch nach einer schweren Zeit geschrieben hat und ihr die Figuren und Schweden ans Herz gewachsen sind.

Wer meinen Blog regelmäßig liest, weiß, dass ich eine große Schwäche für Skandinavien habe. Die Weite der Landschaften, die Nähe zur Natur, die besondere Gelassenheit, skandinavisches Design und dieses einzigartige Licht faszinieren mich immer wieder.
Genau dieses Gefühl transportiert Romy Fölck in ihrem Roman. Während des Lesens fühlte ich mich oft an Reisen in den Norden erinnert: an regennasse Küstenwege, einsame Buchten und das besondere Gefühl von Freiheit, das man dort so oft erlebt. Die Natur ist hier nicht nur Kulisse, sondern eine eigene Figur, die die Geschichte prägt und trägt.
Romy Fölck jenseits ihrer Krimis
Viele Leserinnen und Leser kennen Romy Fölck vor allem durch ihre erfolgreichen Krimireihen rund um Frida Paulsen oder die Elbmarsch-Krimis. Ich selbst habe ihre bisherigen Bücher immer für ihre atmosphärischen Schauplätze, glaubwürdigen Figuren und die besondere Mischung aus Spannung und Menschlichkeit geschätzt. Mit „Die Regenschwimmerin” zeigt sie erneut, dass ihr Talent weit über das reine Krimigenre hinausgeht. Ihre große Stärke bleibt die Beobachtung von Menschen in schwierigen Lebenssituationen. Sie schreibt nahbar, emotional und mit viel Gespür für zwischenmenschliche Beziehungen.

Wer Geschichten über Neuanfänge, bewegende Familiengeschichten und nordische Schauplätze liebt, wird hier voll auf seine Kosten kommen. Für mich war das Buch wie ein verregneter Tag am See: manchmal melancholisch, oft nachdenklich, aber am Ende voller Zuversicht. Ich will jetzt auch im Regen schwimmen…
Ein Roman für alle, die sich nach dem Norden sehnen, starke Frauenfiguren mögen und Geschichten lieben, die noch lange im Herzen nachhallen.
Kennst du Romy Fölck schon?
Ach ja, was Romy mir auf meine Nachricht zu Beginn geantwortet hat?
“Liebe Jule, das ist einfach großartig! Happy me! Das ist so ein riesiges Kompliment für mein Herzensbuch!”
Danke für deine liebe Antwort, Romy! Nun müssen wir uns allerdings alle etwas länger gedulden bis ihr nächstes Buch erschienen wird… Also lest “Die Regenschwimmerin”!
Herbstregen-Kuschelige Grüße
Deine Jules
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